Meine Läufe 2019

sportakanone - iWelt-Marathon Würzburg 2019

Jetzt, da ich gerade noch verletzt und nicht 100% lauf-fähig bin, kann ich mich ein wenig um die Webseite kümmern und meine Läufe 2019 Revue passieren lassen…

29. Staustufenlauf Karlstadt

Der erste Lauf in 2019 war der Staustufenlauf am 12. Januar. Auf den 7,5 Kilometern von Karlstadt aus den Main entlang bis zur nächsten Staustufe und wieder zurück geht es auf dem ersten Stück über das Kopfsteinpflaster der Altstadt und anschließend relativ eben auf einem Radweg entlang.

Staustufenlauf Karlstadt
29. Staustufenlauf Karlstadt

Da das auch mein erster “richtiger Lauf unter Wettkampfbedingungen” war, bot er mir auch einige Überraschungen. Zum einen habe ich gemerkt um wie viel schneller ich automatisch im Rennen laufen und zum anderen habe ich gemerkt, wie gut meine Ausdauer tatsächlich noch ist.

Gestartet bin ich aus einer der hinteren Reihen und habe es einfach mal anlaufen lassen. Den ersten Kilometer hatte ich zwar mit 5:19 min/km um einiges schneller gelaufen, als ich es ursprünglich beabsichtigt hatte, aber so habe ich dass dann einfach mal bis zum Ende hin durchgezogen.

Da die Angabe auf dem Foto rechts ein wenig verwirrt… da hatte ich mit dem GPS Probleme und meine Laufuhr noch nicht richtig eingestellt. Offiziell gestoppt wurde mein Rennen mit 38:55 Minuten auf 7,5 Kilometern.

Dieses Jahr muss ich den Lauf leider bedingt durch eine noch nicht ausgeheilte Muskelzerrung sausen lassen. Auch wenn ich mir dieses Jahr eigentlich den kompletten Lauf über 15 Kilometern vorgenommen hatte. Unter anderem als Vorbereitung für den bevorstehenden Marathon im Mai.

31. Residenzlauf Würzburg

Am 14. April bin ich dann über die 10 Kilometer beim Residenzlauf in Würzburg gestartet. Die Temperatur war mit knapp 10°C schon recht kühl, was aber eigentlich nur beim Warten auf den Startschuss zu merken war. Nach dem Start war man dann relativ schnell “auf Temperatur”.

Läuft!

Die 2,5 Kilometer Runde rund um die Würzburger Residenz sind insgesamt 4 mal zu laufen und ist eigentlich auf der gesamten Länge recht gut mit Zuschauern gesäumt. Vor allem natürlich im Start-/Ziel-Bereich direkt vor der Residenz. Kein Wunder also, dass man auf diesem Streckenabschnitt auch die schnellste Zeit hinlegt.

Ich wollte auf jeden Fall die 60 Minuten-Marke knacken. Das war mein erster offiziell gestoppter 10-Kilometer-Lauf und im Training bin ich an die Zeit auch schon das eine oder andere mal heran gelaufen. Fit fühlte ich mich auch. An Motivation mangelte es auch nicht.

Einsortiert habe ich mich wieder im hinteren Bereich des Mittelfeldes. Unmittelbar hinter dem 60-Minuten-Pacemaker. Die Masse an Läufer:innen zog sich erstmal ein kleines Stückchen dahin und die größte Herausforderung zu Beginn bestand daraus, niemanden auf die Füße zu treten bzw. nicht auf die Füße oder in die Hacken getreten zu bekommen. Relativ schnell zog sich das Feld dann aber auch in die Länge und den Pacemaker habe ich dann auch direkt hinter mir aus den Augen verloren.

Die Rundenzeiten waren “fast wieder” überraschend gut und ich fühlte mich auch weiterhin gut, so dass ich lediglich in der letzten Runde am Versorgungsstand zugreifen musste. Die übrigen Runden davor war ich jeweils nur damit beschäftigt nicht auf den Hunderten von Pappbechern auszurutschen, die über die gesamte Breite der Straße verstreut lagen.

So konnte ich dann meinen “ersten großen Lauf” mit einer ordentlichen Zeit von 49:29 Minuten abschließen. Die 60-Minuten-Marke war also leicht geknackt…

19. iWelt-Marathon Würzburg

Meine Foto-Lauf-Pose… 😉

Direkt 6 Wochen später wollte ich dann beim iWelt-Marathon in Würzburg diese Zeit auf den 10 Kilometern deutlich unterbieten. Allerdings habe ich da auch zum ersten Mal gemerkt, wie stark sich doch die Temperaturen bemerkbar machen können.

Im April war es mit 10°C noch vermeintlich frisch… Ende Mai waren es dann direkt schon 19°C und dazu bin ich das Rennen vermeintlich übermotiviert angegangen.

Zu laufen war die Strecke schon recht schön. Relativ eben, ein nicht zu dichtes Starterfeld und “nur” eine Runde zu laufen. Viele Abschnitte der Strecke lagen aber zur Mittagszeit ungeschützt in der Sonne, so dass die Verpflegungsstationen Pflicht wurden. Leider waren nach dem Marathon/Halbmarathon viele der Bands, die vorher noch die Strecke säumten, schon abgezogen, so das teilweise nicht viel los war.

Schlussendlich habe ich es dann “nur” geschafft meine Zeit vom Residenzlauf zu bestätigen. Die 2 Sekunden Verbesserung sehe ich jetzt nicht unbedingt als große Leistungssteigerung an… 😉
Dazu kam, dass ich nach dem Rennen auch Schmerzen im Bein hatte, was dem Ganzen nochmal eine kleine negative Note verlieh.

Wue2run Firmenlauf Würzburg

Am 26. Juni bin ich dann zusammen mit einem Arbeitskollegen beim Wue2Run Firmenlauf über eine 7,5-Kilometer-Runde gestartet. Startpunkt war das Dallenbergbad, dann über den Main und an diesem entlang bis in die Innenstadt. Anschließend ging es am Vierröhrenbrunnen über die Alte Mainbrücke und wieder zurück zum Dallenbergbad.

Aufgrund der hohen Temperaturen wurde die Startzeit auf 20:45 Uhr verlegt und auch offiziell keine Zeit gestoppt. So liefen wir bei 32°C halbwegs gemütlich über die Strecke… sind aber trotzdem ordentlich ins Schwitzen gekommen. Trotzdem fällt der Lauf für mich in die Kategorie “Run for fun”.

14. Lauftag Miltenberg

Nach den beiden Läufen über 10 Kilometer wollte ich dieses Jahr auch unbedingt noch eine längere Strecke laufen. Ausgesucht hatte ich mir dazu den Halbmarathon beim Lauftag in Miltenberg am 8. September.

Lauftag Miltenberg 2019
Finisher-Pose mit Ziel-Bier

Ich konnte mich gewissenhaft mittels eines Strava-Trainingsplans vorbereiten und auch unser Familienzuwachs 2 Wochen vor dem Start des Laufes hat mich nur noch wenig vom Resttraining abhalten können bzw. war dann eh schon Regeneration angesagt und ich konnte da kürzer treten.

Das “Laufwetter” war wieder ganz meines: 12°C und dazu leicht regnerisch. Der Regen hat dann mit Startschuss um 10 Uhr aufgehört.

In guter Tradition habe ich mich erstmal wieder hinten an das Feld angeschlossen, bin gemütlich gestartet und konnte dann relativ schnell meine Geschwindigkeit finden und die ersten langsameren Läufer:innen hinter mir zurück lassen.

Vorgenommen hatte ich mir 3 Ziele (das hat sich ebenfalls bewährt): Ziel 1 war angekommen. Den ersten Halbmarathon wollte ich auf jeden Fall erfolgreich beenden. Ziel 2 war unter die 2-Stunden-Marke zu kommen und Ziel 3 war je nach Tagesform auch schneller zu sein.

Den genauen Verlauf des Laufes habe ich hier niedergeschrieben. Nur um vorweg zu greifen, mit offiziell gestoppten 1:50:38 lag ich sehr gut in der Zeit.

Run 4 Freedom & Tolerance

Im Oktober wollte ich dann noch einmal die 10 Kilometer angehen, auch wenn ich darauf in Zukunft eigentlich nur noch “zur Vorbereitung für längere Strecken” zurückgreifen will. Irgendwie gehen mir die kurzen knackigen Distanzen immer gehörig auf die Knochen und Gelenke.

Die sonnigen 25°C waren beim Run 4 Freedom & Tolerance in Würzburg wieder eine ordentliche Herausforderung für meine Ausdauer. Dennoch bin ich mit Plan an die Sache herangegangen, hatte dann aber doch Probleme mich an die geplante Geschwindigkeit zu halten. Anfangs war ich zu schnell, am Ende konnte ich die Pace dann nicht mehr halten. Typischer Anfängerfehler.

Sonniges Wetter beim Run 4 Freedom & Tolerance

Trotzdem hat es mich nachträglich sehr gefreut, dass die Zweitplatzierte bei den Frauen sich hinterher für “meine Arbeit als Pacemaker” bedankte. Hätte ich das vorher gewusst, dann wäre vielleicht noch ein wenig mehr gegangen… 😉

Wenn die Strecke dann tatsächlich 10 Kilometer lang gewesen wäre, dann hätte ich auch eine neue Bestzeit aufgestellt. So bin ich mit 46:15 Minuten auf 9,88 Kilometer nur rechnerisch neue Bestzeit gelaufen. Die durchschnittliche Pace von 4:41 min/km war aber definitiv das schnellste, was ich bisher gelaufen bin.

21. Lebkuchenlauf Kitzingen

Am 10. November war dann der Lebkuchenlauf in Kitzingen mein Saison-Abschluss. Die 5-Kilometer-Runde über den Trim-Dich-Pfad war bei 1°C mal eine neue Erfahrung.

Familienlauf beim Lebkuchenlauf

Der Weg war gesäumt von hervorstehenden Baumwurzeln, über die es im Gedränge nicht zu stolpern galt. Außerdem ging es auch mal, ein bisschen “trailmäßig”, bergauf und bergab.

Da ich von vorne herein nicht auf Zeit laufen wollte (der ursprüngliche Plan war mich vor dem Staustufenlauf nicht zu verletzen, siehe ganz oben), habe ich mich umso mehr gefreut, dass mein Vater die Strecke mit mir zusammen laufen konnte. Also sind wir den Lauf ganz gemütlich gelaufen. Da war dann auch Zeit für ein kleines Pläuschchen.

Ob ich beim Lebkuchenlauf in 2020 vielleicht über die 10-Kilometer-Distanz starten will, dass kann ich aktuell nicht sagen. Auf der einen Seite würde es mich reizen, auch weil es dafür die doppelte Lebkuchenportion als Zielprämie gibt… 😉

Was mich aktuell aber ein wenig davon abhält, ist die Tatsache, dass auf der doch engen Strecke eine ganze Menge Läufer:innen unterwegs sind. In 2019 gab es einige Läufer:innen, die über die eine oder andere Wurzel gestolpert sind. Klar, die Baumwurzeln sind deutlich markiert, aber schon beim 5-Kilometer-Lauf und mit reduziertem Plauder-Tempo sieht man die Wurzeln erst relativ spät, wenn direkt vor einem jemand läuft und die Sicht versperrt ist. Das muss ich spontan entscheiden…