Panorama Baumwipfel Lauf 2020

Panorama Baumwipfel Lauf 2020

Als einer der wenigen Läufe in 2020 hat der Panorama Baumwipfel Lauf in Oberschwarzach am 26. September stattfinden können. Hier mein kleiner Bericht vom Halbmarathon.

Panorama Baumwipfel Lauf 2020
Wind und Nieselregen vor dem Start

Ohne die Strecke zu kennen und ohne Berücksichtigung des Wetters hatte ich mir ja das eine oder andere Ziel gesetzt. So ein bisschen was davon habe ich schaffen können. Schlussendlich bin ich mit dem Ergebnis so oder so ziemlich happy.

Wie lief der Lauf so ab

Der Veranstalter des Panorama Baumwipfel Lauf hat sich zur aktuellen COVID19-Situation ein ordentliches Hygienekonzept ausgedacht. Das hat soweit auch sehr gut geklappt. Auf dem Sportgelände und im Start-/Ziel-Bereich war Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Daran haben sich auch die allermeisten Besucher und Läufer gehalten. Während des Laufes konnte man die Maske natürlich abnehmen. Zuschauer waren nicht all zu viel da. Zumindest nicht mehr beim 6 Kilometer-Lauf und auch nicht später beim Start der 12 Kilometer und des Halbmarathons.

Das war sicherlich auch dem Wetter geschuldet. Am Vortag war es verhältnismäßig gut. Zwar ein wenig frisch, was ich beim Laufen eigentlich sehr gerne habe. Dafür aber auch noch trocken. Am Lauftag war das Wetter dann aber anders. Zwar kamen die Temperaturen des Vortages noch hin und mit den 9°C hätte ich prima laufen können. Allerdings hat es schon den ganzen Morgen geregnet und auf dem Weg nach Oberschwarzach wurde das Wetter auch nicht besser. Der Nebel verzog sich auch den ganzen Tag nicht.

Vor dem Lauf ließ der Regen dann zwar erstmal ein wenig nach, aber pünktlich mit dem Start wurde er wieder stärker und wandelte sich während des Laufes in einen ausgewachsenen Starkregen. Erst zum Ende der 21 Kilometer wurde es wieder ein wenig klarer…

Also ging es dann mit ordentlich Wind und Regen auf die knappen 21 Kilometer durch den Steigerwald entlang des Baumwipfelpfads.

Der Trail war sehr abwechslungsreich. Erstmal vom Sportplatz herunter und auf teils asphaltierten Wegen die Weinberge hoch. Hier zog sich das Feld dann schon ein wenig in die Länge. Meinen ursprünglichen Plan erstmal nicht all zu schnell anzulaufen konnte ich eigentlich ganz gut umsetzen. So lief ich erstmal den 2-Stunden-Pacern hinterher. Habe diese dann aber bereits auf den ersten Kilometern hinter mir gelassen.

Die ersten 6 Kilometer versprachen die schwersten zu werden. Das hat mir das Streckenprofil bereits im Vorhinein verraten. Und das Streckenprofil hat nicht gelogen… 😉

Es ging dann über Feldwege in den Wald hinein und über kleinere, teils ursprüngliche Mountainbike-Trails, quer durch den Wald hindurch. Ich glaube dann fing es auch langsam ordentlich das Regnen an. Die Wege wurden langsam rutschiger und matschiger.

Mit meiner Schuhwahl mit den Brooks Cascadia 14 GTX war ich auf jeden Fall sehr glücklich. Das Profil hat mir einen super sicheren Tritt verschafft und hat mich auch bis zum Schluss nicht im Stich gelassen. Das GTX im Schuh hat mich aber wiederholt nicht zufrieden gestellt. Aber wahrscheinlich nutzen da die besten Schuhe nichts, wenn das Wasser von oben über die Strümpfe in das Schuhinnere kommen kann. Aber immerhin sorgen die Schuhe für einen ordentlichen Abfluss des Wassers.

Beim ersten Verpflegungspunkt, nach knappen 10 Kilometern, habe ich dann auch ein erstes Energygel genommen. Zu einem zweiten Gel bin ich dann nicht mehr gekommen.

Ich hatte mich vorher vergessen zu informieren, in welchen Abständen die Verpflegungspunkte stationiert waren. Und im Nachhinein kann ich es irgendwie auch nicht mehr nachvollziehen…^^

Wie gesagt, der Trail war sehr abwechslungsreich und auch sehr anspruchsvoll. Die Wetterbedingungen haben Teile der Strecke vielleicht auch noch ein wenig schwerer gemacht. Durchgängig waren alle Teile der Strecke auch nicht zu laufen. Es waren einige steile Abschnitte an denen Gehen angesagt war.

Auf meine Trailstöcke hatte ich doch verzichtet. Vielleicht beim nächsten Mal. Eventuell hätten mir diese bei den steilen Abschnitten geholfen.

Die versprochene schöne Aussicht beim Erklimmen des Baumwipfel-Pfades blieb uns dann aber aufgrund des Wetters und des dichten Nebels über dem Wald verwehrt. Dafür ließen sich aber die ebenen und leicht abschüssigen Abschnitte der Strecke ordentlich laufen und man konnte ein wenig Geschwindigkeit machen und die Zeiten der Anstiege wieder aufholen.

Aber dann…

Leider kam es dann irgendwann dazu, dass ich so ca. ab Kilometer 14 oder 15 mein rechtes Knie zu spüren bekam. Lag es an der Geschwindigkeit oder der Strecke? Ich weiß es nicht. Fortan musste ich ich bei den Abschnitten, die bergauf gingen, einiges an Geschwindigkeit herausnehmen. So sind bis zum Ende des Laufes doch noch einige Läufer an mir vorbeigezogen. Vorzeitiges Beenden des Laufes kam aber nicht in Frage.

Aber ich will und kann mich nicht beklagen. Mit meiner Zeit kann ich für einen ersten Trail und unter diesen Bedingungen wirklich zufrieden sein.

Panorama Baumwipfel Lauf 2020
Die noch nicht geputzten Schuhe und die Holzmedaille

Offiziell wurde meine Zeit mit 1:55:38 h gestoppt. Meine selbst gestoppte Zeit weicht davon um knapp eine Minute ab. Das liegt hauptsächlich daran, da meine Uhr nach Erreichen der Ziellinie keine vollen 21,1 Kilometer angezeigt hat, sondern noch knapp unter der 20,9 Kilometer lag. Da bin ich noch ein wenig ausgelaufen.

Auch bei anderen Läufern habe ich in den Strava-Ergebnissen Streckenlängen von 20,5 oder 20,8 Kilometer lesen können. Dafür haben die Läufer des 12 Kilometer-Herrenberglaufs immer mehr als 12 Kilometer auf der Uhr gehabt… Vielleicht könnte man da im kommenden Jahr nochmal ein oder zwei Probemessungen machen… vorher…

Und im kommenden Jahr?

Ja, ich denke, im kommenden Jahr könnte ich wieder dabei sein. Ich muss aber erstmal noch einen Plan für 2021 machen.

Aber vielleicht kommt in diesem Jahr noch der eine oder andere Lauf dazu. Ein bisschen was bin ich da noch am planen…