32. Residenzlauf Würzburg 2022

Residenzlauf Würzburg 2022

Als Vorbereitungslauf für den iWelt-Marathon konnte ich die schnellen 10 km des Residenzlauf in Würzburg am 1. Mai gut in den Trainingsplan integrieren.

Vor dem Start

Die Bedingungen waren eigentlich fast perfekt. Hatte es am Vortag noch ordentlich geregnet, war es am Sonntag leicht bewölkt aber trocken und die Temperaturen versprachen bis auch 16 Grad zu Beginn des Rennens um 13.30 Uhr zu steigen.

So konnte ich mich bequem mitsamt Babyjogger auf den Weg machen und die knapp 3,5 km von zuhause bis zum Residenzplatz (die bequemere Route) zum lockeren Einlaufen nutzen.

Mit dem Babyjogger durch die Stadt läuft sich eher so semi-gut.

Auf dem bereits leicht gefüllten Residenzplatz konnte ich direkt meine Startunterlagen in Empfang nehmen und dann den Start des 5 km Firmenlaufes sehen, bei dem auch Kollege Ralf vom Würzblog (erfolgreich) mitgelaufen ist.

Junior hatte natürlich erstmal Hunger, war ja auch schon nach 12 Uhr, so dass wir gleich mal Brezel und Bratwurst probiert haben. Ich konnte mir aber auch nicht verkneifen mal eben in die Bratwurst zu beißen. Hab ich so vor einem 10-km-Lauf auch noch nicht gemacht… 😉

Der Start zum Residenzlauf

Wie versprochen, festigte sich das Wetter und es kamen immer wieder Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke, die ein wenig Wärme verströmten, so dass ich mit meiner Kleiderwahl völlig richtig lag.

Kleiderwahl für den Residenzlauf
Meine Kleiderwahl für den Residenzlauf

Die Truemotion Schuhe #truemotionrunner liefen sich grandios, das Willpower Shirt lag gut am Körper und motivierte zusätzlich und der Buff Multifunktionsschal sorgte auch auf den schattigen und windigen Streckenabschnitten für ausreichen Schutz, störte aber auch nicht in den sonnigen Teilen.

Jetzt sollte auch tatsächlich mal der ChampionChip von mika:timing zum Einsatz kommen. Den hatte mir meine Frau vor 3 Jahren geschenkt, seitdem waren aber alle Rennen ausgefallen…^^

Mein Ziel sollte es sein lockere 50 Minuten zu laufen, mich dabei nicht all zu stark zu verausgaben und trotz allem ein gutes Gefühl mitzunehmen. Also wollte ich mich gleich mal ordentlich in die Startaufstellung einsortieren. Aber – Pustekuchen – dieses Jahr gab es keine Schilder, an denen sich die Läufer beim Aufstellen nach Zielzeiten orientieren konnten. So wurde es ein buntes Durcheinander und alles war von langsam bis schnell bunt durchmischt. Das wäre vielleicht auch insgesamt der einzige Kritikpunkt, dem ich dem Rennen anhaften würde.

Das der Start ein ziemliches Gewusel wird, war mir schon aus dem letzten Residenzlauf 2019 bekannt. Also war ich auch nicht sonderlich erstaunt, dass es auch in diesem Jahr erstmal hieß heil durch den ersten Kilometer zu kommen. Ein paar Mal spürte ich die Schuhe des Hintermannes in den Fersen, aber zum Glück ist nichts weiter passiert. Nach und nach lichtete sich Feld und die ersten langsamen, oder auch übermotivierten, Läufer waren überholt.

Erst nach knapp 2 Kilometern war des Feld dann so licht, dass ich meine Geschwindigkeit suchen konnte, ohne groß auf die anderen Läufer achten zu müssen. Natürlich führte das im positiven Sinne auch dafür, dass ich beim Start nicht zu schnell gestartet bin… 😉

Flott durch die Runden

Insgesamt war das ein guter Lauftag. War ich im ersten Kilometer, trotz Gewusel, noch mit einer 5:13 min/km unterwegs (was ein wenig über meiner Zielpace lag) konnte ich mich dann gut deutlich unter dem 5er-Schnitt einlaufen.

Die 2,5 Kilometer Runde um die Residenz sieht so aus, dass es direkt im Start/Ziel-Bereich ungefähr einen Kilometer eben verläuft und anschließend einen Kilometer ansteigt, um dann 500 Meter vor dem Ziel wieder bergab zu gehen. So hat man dann im Zielbereich seine schnellste Geschwindigkeit, was sich dann auch nochmal durch das anfeuernde Publikum steigert.

Residenzlauf Würzburg 2022
Flott wird auf die Zielgerade eingebogen.

Insgesamt war die Strecke relativ gut besucht. Ich meine in 2019 war noch ein wenig mehr los, aber dennoch gab es eigentlich keinen größeren Abschnitt, auf denen kein Zuschauer entlang der Strecke stand.

Anders als beim letzten Lauf habe ich bis zum Ende keinen Läufer gefunden, an den ich mich längere Zeit hätte dranhängen können. Was ich aber auch garnicht vermisst habe dieses Jahr. Ich bin einfach mein Ding gelaufen. Und lediglich der Gewinner des Rennens hat mich 100 Meter vor dem Ziel überrundet, ansonsten war es eigentlich immer ich, der an anderen Läufern vorbeigelaufen ist.

Nach 2 Runden habe ich dann zum ersten Mal ein/zwei kleine Schlücke Wasser beim Versorgungsstand genommen, aber nur um ein wenig die Kehle zu befeuchten. Viel zu oft verschlucke ich mich beim Trinken im schnellen Lauf, das wollte ich dieses Mal vermeiden. Das gleiche habe ich dann in den letzten beiden Runden wiederholt.

Beim Erfrischungsstand hieß es möglichst eine kalte Dusche zu vermeiden. Die Mädels und Jungs mit den Wasserbechern wären nämlich dicht positioniert und nicht selten kamen sich die anlaufenden Läuferinnen und Läufer in die Quere oder blieben spontan stehen um zu trinken. Hinter mir habe ich das eine oder andere Mal Aufschreie hören können… 😉 Da wären vielleicht ein oder zwei Tische mit stehenden Bechern besser gewesen…

Da ich auch mit Beginn der dritten Runde immer noch flott und ohne Schmerzen unterwegs war, habe ich die Pace beibehalten. In der letzten Runde konnte ich dann gar noch ein wenig anziehen, ohne mich all zu sehr zu verausgaben. Ein kleiner Schlussspurt war dann auch noch drin. Aber übertrieben habe ich es nicht. Es ging mir ja auch garnicht um eine Bestzeit.

Residenzlauf Würzburg 2022
Flotte 47:00 Minuten (offiziell gestoppt)

Schlussendlich bin ich dann 18. in meiner Altersklasse AK40 und 133. in der Gesamtwertung geworden. Meine selbst gestoppte Zeit lag genau 1 Sekunden neben den offiziellen 47:00 Minuten. Beim letzten Residenzlauf in 2019 bin ich zwar gar noch ein wenig schneller gewesen, dafür hatte ich mich damals aber auch mehr anstrengen müssen.

Ziel-Bier

Das alkoholfreie Distelhäuser im Ziel hat dieses Jahr besonders gut geschmeckt… 🙂

Zielbier beim Residenzlauf
Beertasting auch nach dem Lauf.

Insgesamt fand ich ganze Veranstaltung wieder sehr gelungen, gut organisiert und die kurzen Wartezeiten an Start-Unterlagenausgabe, Essens-Ständen und Teilnehmer-Shirt-Ausgabe waren auch prima.

Danach bin wieder, mitsamt Junior im Babyjogger, nach Hause gelaufen. Noch immer mit angehefteter Startnummer, was einige Blicke auf sich gezogen hat… 😉

Hoffen wir mal, dass auch in 2023 wieder ein Residenzlauf stattfinden wird. Dann bin ich vielleicht mal als Pace-Maker für irgendjemanden dabei? Oder greife ich vielleicht dann mal die 45-Minuten-Marke an?